Ich starte heute mal ein neues Stöckchen. Und zwar zum Thema Cover-Versionen. Ja, was hat Jacky denn geritten? Die meisten Cover sind doch eh scheiße! Stimmt. Aber es gibt auch Perlen, die das Original in den Schatten stellen und es erst zu dem machen, was es heute ist - einem Ohrwurm, einem Klassiker oder einem Rocker. Bestes Beispiel sind immer Bob-Dylan-Songs. Die oft rohen, sparsam dahergenuschelten Albumversionen des Mr. Zimmermann wurden von Jimi Hendrix (”All Along The Watchtower”) bis zu den Guns ‘n Roses (”Knocking On Heaven’s Door”) zu Bonbons gemacht. Zählt die jetzt echt die Gunners auf? Tut sie. Die Dylanologen werden mich kreuzigen, teeren und federn und vorsichtshalber noch pfählen (Adresse siehe Impressum, bitte nicht nach 22 Uhr). Andere werden argumentieren, dass die Essenz des Songs zählt und die meisten Cover die Lieder ohnehin nur überladen und verhunzen. Wie ihr meint. Ich selbst bin da auch geteilter Meinung.
Und doch: Ich habe mal in meinem Plattenschrank gewühlt und bin überrascht, wie viele tolle Coversongs ich da rausgezogen habe. Es gibt auch ganze Alben, die von Covern leben, zum Beispiel das grandiose “Gravelands” von The King, “Cover Magazine” von Giant Sand und weite Teile der American-Recordings-Reihe des unantastbaren Johnny Cash. Imitation ist die höchte Form der Bewunderung. Wer schauen will, wer wem huldigt, dem empfehle ich The Covers Project.
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